Schulfest 2019

P1110327

Sommerfest am Sonderpädagogischen Förderzentrum
am Freitag, den 17. Mai

Eine Schule, an der sich alle wohlfühlen und an der alle willkommen sind- unabhängig von Sprache, Herkunftsland und Hautfarbe: Das, so wünschte sich Schulleiter Norbert Knauer in seiner Begrüßungsrede, soll das Sonderpädagogische Förderzentrum sein. An den zahlreichen bunten Flaggen, die die Decke der Sporthalle schmückten, zeigte sich, aus wie vielen Ländern die Schüler kommen- wobei selbst Franken durch eine eigene Flagge vertreten war! In der mit Schülerbeiträgen gestalteten Eröffnungsfeier wurde das Motto „Aus aller Welt“ in Form von Liedern in verschiedenen Sprachen und sportlich vorgeführten Tänzen gekonnt aufgegriffen und umgesetzt. Die Theatergruppe der Schule nahm den Schulalltag und besonders die Lehrer auf`s Korn und erntete viele Lacher und Beifall.  
Es duftete nach – marokkanischem Minzetee, nach französischen Crepes, nach verschiedenen Gewürzen und nach Grillwurst. Viele Kinder und Erwachsenen flanierten durch die Gänge oder über den Hof und knabberten an exotischen Köstlichkeiten, an südländischen Fruchtstückchen, an elsässischem Flammkuchen oder an leckeren Kuchenstücken aus Amberger Küchen.
Im stimmungsvoll eingerichteten orientalischen Kaffee konnte man entspannen- so sehr, dass eine Besucherin meinte: „Ich will hier nie wieder weg“.
Während die Schüler an verschiedenen Aktivitäten wie Tipp- Kick, „Labyrinth“, Flaggenspiel oder Bogenschießen teilnehmen konnten, genossen die Erwachsenen Kaffee und hatten am reichhaltig ausgestatteten Kuchenbüffet die Qual der Wahl. 
Besonders schön war, dass der Wettergott beim Gelingen des Schulfestes mithalf- und dazu beitrug, dass sich zumindest an diesem Tag wirklich alle wohlfühlten.

Streitschlichter am SFZ

20190515_081352

Streitschlichter am SFZ. Amberg

Streit und Auseinandersetzungen gehören leider zum Schulalltag. Aus diesem Grunde werden am Sonderpädagogischen Förderzentrum Amberg bereits seit Jahren Schüler der Jahrgangsstufen sechs bis neun zu Streitschlichtern ausgebildet.          Die Schüler üben das Amt des Streitschlichters als freiwilliges Ehrenamt aus. Eine vom Klassenlehrer bestätigte Eignung sind Voraussetzung, um zur Ausbildung zugelassen zu werden.
Die Schüler werden in einem Zeitraum von ca. zwölf Schulstunden von Herr Matthalm zum Streitschlichter ausgebildet.Im Schuljahr 2018/2019 haben an der Streitschlichterausbildung 14 Schüler teilgenommen.Bei der Schülerstreitschlichtung sind Streitschlichter jedoch keine Richter. Sie treten als Vermittler zwischen zerstrittenen Schülerinnen oder Schülern auf. Sie helfen den Streitenden selbst herauszufinden, was falsch gelaufen ist, machen Lösungsvorschläge und versuchen schließlich einen Vertrag auszuhandeln, den beide Seiten akzeptieren können. Voraussetzung für das Schlichtungsgespräch ist, dass die Streitenden freiwillig kommen.Die Schüler lernen während der Ausbildung, wie man Körpersprache versteht, aktiv zuhört und die eigene Bewertung zurückhält. Es gibt Rollenspiele und kritische Gespräche. Zum Schluss der Ausbildung werden vor allem Schlichtungsgespräche intensiv trainiert um die Schüler auf ihren Einsatz vorzubereiten. Ein Schlichtungsprotokoll hält das Ergebnis des Schlichtungsgesprächs fest.Seitdem Streitschlichter an der Schule aktiv sind, hat sich das Schulklima wesentlich verbessert. Lehrkräfte werden gerade bei kleinen Alltagskonflikten entlastet und die Schüler gewinnen soziale Kompetenzen.

fit4future – Aktionstag

IMG_20190326_120551

fit4future – Aktionstag

Am 26.03.2019 fand am Sonderpädagogischen Förderzentrum Amberg der fit4future – Aktionstag für die Klassen 1 – 5/6 G statt. Der Aktionstag ist der Höhepunkt eines auf 3 Jahre angelegten Projektes mit dem Ziel die Lebensgewohnheiten und Lebensstile der Schülerinnen und Schüler nachhaltig positiv zu beeinflussen. Das Gesundheits- und Präventionsprojekt ist eine Initiative der Cleven – Stiftung und wird von der DAK-Gesundheit unterstützt.

Beim  Aktionstag fit4future mussten die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Dazu wurden 1o Stationen aufgebaut, die jede Klasse durchlaufen musste.  Beim Dosenwerfen, Biathlon, Sackhüpfen, bei einem Ernährungs- und Zuckerquiz beispielsweise konnten die Schülerinnen und Schüler ihre koordinativen Fähigkeiten und ihre Geschicklichkeit aber auch ihr Wissen zeigen.

Am Ende gab es für jeden Teilnehmer eine Siegerurkunde.

Koordiniert und unterstützt wurde die Veranstaltung von der fit4future – Aera –Managerin Frau Barbara Ahrens. Als verantwortliche Coaches standen die Sportbeauftragten der Schule Frau Raffaela Pichl und Frau Brigitte Johann zur Verfügung. Ihnen und allen  die zum Gelingen dieses tollen Vormittages beigetragen haben, gilt es herzlich zu danken.

Schulfrühstück

Fast ein bisschen wie Zuhause

Frühstück an der Schule

Es ist halb sieben in einer Umlandgemeinde. Jakob, 10, (Name geändert) steht an der Bushaltestelle und wartet auf den Bus, der ihn zum Omnibusbahnhof nach Amberg bringt. Von dort aus fährt er weiter zu seiner Schule, wo er wenige Minuten nach sieben Uhr ankommt. Er muss aber nicht in der Kälte – im Winter noch im Dunklen – warten, bis der Schulbetrieb losgeht. Er geht in einen warmen Raum, in dem schon eine ehrenamtliche Helferin Tee und Kaba kocht, verschiedene Brotsorten in Körbchen verteilt, Fruchtsäfte auf den Tisch stellt, Gurken, Paprika, Tomaten,  Äpfel, Birnen und Radieschen schneidet, Platten mit Käse und Wurst belegt und leckeren Bananenquark rührt.

Jakob geht direkt zum Frühstücksraum, wärmt sich auf – und holt das Frühstück nach, das er zu Hause nicht einnimmt, da er sonst noch früher aufstehen müsste. Dort bleibt er nicht lange alleine. Aus unterschiedlichen Gründen frühstücken Kinder am Förderzentrum: weil sie auf Grund der Wohnsituation sehr früh kommen, weil die Eltern vielleicht zur Arbeit gehen und morgens kein Frühstück herrichten können oder weil es in der Gemeinschaft besser schmeckt als alleine am Tisch. Die Kinder haben freie Auswahl und dürfen zwischen verschiedenen Getränken und Speisen das wählen, was ihnen am besten schmeckt, Abwechslung ist garantiert.                                                   

Und Regeln werden gleich mit vermittelt: man stellt sich in einer Schlange an, bis man an der Reihe ist, Jacke und Mütze werden zum Frühstück ausgezogen, gegessen und getrunken wird am Platz. Schmutziges Geschirr und Besteck werden zur Anrichte zurück gebracht.                                       

Möglich ist dies, weil das Frühstück durch die BLLV- Kinderhilfe e.V. finanziert wird. Und weil die ehrenamtliche Helferin jeden Tag um 6.45 Uhr mit der Arbeit beginnt. Diese spezielle Unterstützung für Schulfrühstück wurde ins Leben gerufen, nachdem durch Untersuchungen bekannt wurde, wie wenige Kinder zu Haus ein vollwertiges Frühstück zu sich nehmen – dabei ist die Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt, wenn morgens nicht zumindest der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen wird.

Dank dieser Unterstützung wird gewährleistet, dass kein Kind den ganzen Vormittag über mit leerem Magen im Klassenzimmer sitzen muss – und sich auf die Unterrichtsinhalte besser konzentrieren kann als mit knurrendem Magen.

aula – Projekt

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

aula-Vertrag unterzeichnet
Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler

Am 14. März 2019 wurde im Rahmen einer Schülerversammlung der „aula-Vertrag“ unterzeichnet. Dieser Vertrag regelt die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler bei den Entscheidungen an ihrer Schule. Mit der Unterzeichnung des Vertrags kann die Partizipationsplattform „aula“ von politik-digital e.V. (www.aula.de) an der Schule eingesetzt werden.

Stellvertretend für die Schülerinnen und Schüler unterzeichneten die Schülersprecherinnen und Schülersprecher. Der Schulleiter, Herr Knauer, unterzeichnete den Vertrag stellvertretend für alle Lehrerinnen und Lehrer.

Zu Beginn des Schuljahres 2018/19 wurden durch den Kooperationspartner (politik-digital e.V.) zunächst Einführungsveranstaltungen für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der Klassenstufen 3 bis 9 durchgeführt, mit dem Ziel die hinter „aula“ stehende Technik zu erläutern sowie das Beteiligungsformat vorzustellen. Auf der Plattform können Schülerinnen und Schüler eigene Ideen für eine Verbesserung der Schulkultur einstellen, über ihre Ideen abstimmen bzw. diese diskutieren und sich im Fall einer erfolgreichen Abstimmung an der Umsetzung beteiligen.

Nach den Einführungsveranstaltungen wurde mit den Schülerinnen und Schülern der Vertrag erarbeitet. Er bildet die Grundlage für das aula-Projekt am SFZ Amberg. Das Projekt ist Teil eines längerfristigen demokratischen Entwicklungsprozesses an der Schule, mit dem Ziel Schülerinnen und Schülern sowie allen an Schule Beteiligten möglichst optimale Bedingungen zur Mitgestaltung zu bieten. Auch die Förderung der Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler soll durch den Einsatz der Plattform ausgebaut werden.

Politik-digital e.V. stellt die Plattform samt Server zur Verfügung und begleitet die Schule in der Erprobung von „aula“. Unterstützt wird das Projekt von OPENION — Bildung für eine starke Demokratie. OPENION (www.openion.de) ist ein bundesweites Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Suchtprävention

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Im Allgemeinen kann die Jugend als Phase der Ablösung vom Elternhaus und Identitätsfindung angesehen werden. Das Austesten von Grenzen und eine größere Bereitschaft zu riskanten oder auch sozial abweichendem Verhalten ist eng damit verbunden. Dazu gehört auch die Gefahr, zu Suchtmitteln zu greifen.
Im Rahmen der Suchtprävention am Sonderpädagogischen Förderzentrum Amberg  lud Dipl. Sozialpädagogin Stefanie Gebhard (Jugendsozialarbeit an Schulen) Kriminalhauptkommissar Wolfgang Sennfelder von der Kripo Amberg ein.
Am 28.02.2019 fand eine Informationsveranstaltung für Klassen der Ober- und Mittelstufe statt. Kriminalhauptkommissar Sennfelder referierte vor allem über illegale Drogen (z.B. Cannabis, Crystal, Heroin, Speed und KO-Tropfen), deren Wirkung, die bei Konsum damit verbundenen Gefahren und die strafrechtlichen Konsequenzen.
Abschließend ging Herr KHK Sennfelder auf Suchtberatungsstellen und hilfreiche Internetseiten ein. Das Interesse seitens der Schüler war groß und viele Fragen konnten geklärt werden.

Projekt „Im Reich der Sinne“

Das neue Jahr startete in der OGTS mit dem Projekt“Im Reich der Sinne“. Die Kinder lernten auf spielerische Weise sich selbst, die anderen und die Umwelt bewusster wahrzunehmen. Mit einem selbst gebastelten Riechmemory trainierten wir unseren Geruchssinn. Außerdem haben wir versucht, eine vorher versteckte Geruchsquelle im Raum zu finden. Um unser Gehör zu schulen, gingen wir nach draußen und spielten das lustige Spiel „Fledermaus und Motte“, bei dem ein Kind (Fledermaus) mit verbundenen Augen ein anderes Kind (Motte) fangen muss. Damit die Fledermaus die Motte hören konnte, mussten alle ganz leise sein. Außerdem haben wir Geräuschememory gespielt und einen tickenden Wecker, der im Raum versteckt war, gesucht – das war gar nicht so leicht! Mit verschiedenem Obst und Gemüse haben wir unseren Geschmackssinn trainiert. Manche Gemüsesorten kannten einige von uns noch gar nicht! Den Tastsinn erprobten wir mit Beuteln und Fühlboxen, in denen allerhand verschiedene Dinge versteckt waren. Außerdem haben wir uns Zahlen und Buchstaben auf den Rücken geschrieben, das hat manchmal gekitzelt! Auch unseren Sehsinn trainierten wir. Mithilfe eines Bettlakens und einer Taschenlampe spielten wir Schattenraten, das war lustig! Als Abschluss machten wir eine Sinnesolympiade, bei der wir nochmal verschiedene Spiele zum Sehen, Fühlen, Tasten, Riechen und schmecken machten.

Pilotschule für Projekt Medientutoren

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

In Abstimmung mit dem Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF) und dem Staatsinstitut für Bildungsforschung und Schulqualität (ISB) wurde vom Kultusministerium das SFZ Amberg als Pilotschule im Projekt Medientutoren ausgewählt.
Projektleiter: Christian Häring, LaV

Von nachfolgenden Modulen werden drei vom SFZ Amberg erprobt.

1. Mediennutzung und Motive               
2. Information und Wissen                     
3. Medienrecht und Sicherheit             
4. Kommunikation und Konflikte                        
5. Medien und Schulentwicklung         
6. Technik in der Schule

 

Jim Wingate

„Hello, I´m Jim“, so begrüßte der bekannte Geschichtenerzähler Jim Wingate aus Wales jeden seiner Zuhörer beim Hereinkommen mit Handschlag. Und er erfuhr seinerseits die Namen aller Schüler und natürlich auch der Lehrer – auf Englisch, versteht sich. Ob er sie sich alle gemerkt hat?

Der 29. Januar wird den meisten von ihnen jedenfalls noch lange im Gedächtnis bleiben. Denn Jim erzählte mit Hilfe der Schüler eine „English story“ nach der anderen, z.B. wie man den Wind einsperrt um mehr Fische zu fangen – und dann doch lieber wieder frei lässt, oder wie man mit Hilfe eines Geistes reich wird! Jim erzählte mit Leib und Seele und so waren alle, einschließlich unserer Gäste aus der Grund- und Mittelschule Ammersricht begeistert und überzeugt: Wir verstehen alles – sogar Englisch. „See you soon, Jim!“