Schulfrühstück

Fast ein bisschen wie Zuhause

Frühstück an der Schule

Es ist halb sieben in einer Umlandgemeinde. Jakob, 10, (Name geändert) steht an der Bushaltestelle und wartet auf den Bus, der ihn zum Omnibusbahnhof nach Amberg bringt. Von dort aus fährt er weiter zu seiner Schule, wo er wenige Minuten nach sieben Uhr ankommt. Er muss aber nicht in der Kälte – im Winter noch im Dunklen – warten, bis der Schulbetrieb losgeht. Er geht in einen warmen Raum, in dem schon eine ehrenamtliche Helferin Tee und Kaba kocht, verschiedene Brotsorten in Körbchen verteilt, Fruchtsäfte auf den Tisch stellt, Gurken, Paprika, Tomaten,  Äpfel, Birnen und Radieschen schneidet, Platten mit Käse und Wurst belegt und leckeren Bananenquark rührt.

Jakob geht direkt zum Frühstücksraum, wärmt sich auf – und holt das Frühstück nach, das er zu Hause nicht einnimmt, da er sonst noch früher aufstehen müsste. Dort bleibt er nicht lange alleine. Aus unterschiedlichen Gründen frühstücken Kinder am Förderzentrum: weil sie auf Grund der Wohnsituation sehr früh kommen, weil die Eltern vielleicht zur Arbeit gehen und morgens kein Frühstück herrichten können oder weil es in der Gemeinschaft besser schmeckt als alleine am Tisch. Die Kinder haben freie Auswahl und dürfen zwischen verschiedenen Getränken und Speisen das wählen, was ihnen am besten schmeckt, Abwechslung ist garantiert.                                                   

Und Regeln werden gleich mit vermittelt: man stellt sich in einer Schlange an, bis man an der Reihe ist, Jacke und Mütze werden zum Frühstück ausgezogen, gegessen und getrunken wird am Platz. Schmutziges Geschirr und Besteck werden zur Anrichte zurück gebracht.                                       

Möglich ist dies, weil das Frühstück durch die BLLV- Kinderhilfe e.V. finanziert wird. Und weil die ehrenamtliche Helferin jeden Tag um 6.45 Uhr mit der Arbeit beginnt. Diese spezielle Unterstützung für Schulfrühstück wurde ins Leben gerufen, nachdem durch Untersuchungen bekannt wurde, wie wenige Kinder zu Haus ein vollwertiges Frühstück zu sich nehmen – dabei ist die Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt, wenn morgens nicht zumindest der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen wird.

Dank dieser Unterstützung wird gewährleistet, dass kein Kind den ganzen Vormittag über mit leerem Magen im Klassenzimmer sitzen muss – und sich auf die Unterrichtsinhalte besser konzentrieren kann als mit knurrendem Magen.

aula – Projekt

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aula-Vertrag unterzeichnet
Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler

Am 14. März 2019 wurde im Rahmen einer Schülerversammlung der „aula-Vertrag“ unterzeichnet. Dieser Vertrag regelt die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler bei den Entscheidungen an ihrer Schule. Mit der Unterzeichnung des Vertrags kann die Partizipationsplattform „aula“ von politik-digital e.V. (www.aula.de) an der Schule eingesetzt werden.

Stellvertretend für die Schülerinnen und Schüler unterzeichneten die Schülersprecherinnen und Schülersprecher. Der Schulleiter, Herr Knauer, unterzeichnete den Vertrag stellvertretend für alle Lehrerinnen und Lehrer.

Zu Beginn des Schuljahres 2018/19 wurden durch den Kooperationspartner (politik-digital e.V.) zunächst Einführungsveranstaltungen für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der Klassenstufen 3 bis 9 durchgeführt, mit dem Ziel die hinter „aula“ stehende Technik zu erläutern sowie das Beteiligungsformat vorzustellen. Auf der Plattform können Schülerinnen und Schüler eigene Ideen für eine Verbesserung der Schulkultur einstellen, über ihre Ideen abstimmen bzw. diese diskutieren und sich im Fall einer erfolgreichen Abstimmung an der Umsetzung beteiligen.

Nach den Einführungsveranstaltungen wurde mit den Schülerinnen und Schülern der Vertrag erarbeitet. Er bildet die Grundlage für das aula-Projekt am SFZ Amberg. Das Projekt ist Teil eines längerfristigen demokratischen Entwicklungsprozesses an der Schule, mit dem Ziel Schülerinnen und Schülern sowie allen an Schule Beteiligten möglichst optimale Bedingungen zur Mitgestaltung zu bieten. Auch die Förderung der Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler soll durch den Einsatz der Plattform ausgebaut werden.

Politik-digital e.V. stellt die Plattform samt Server zur Verfügung und begleitet die Schule in der Erprobung von „aula“. Unterstützt wird das Projekt von OPENION — Bildung für eine starke Demokratie. OPENION (www.openion.de) ist ein bundesweites Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

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Suchtprävention

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Im Allgemeinen kann die Jugend als Phase der Ablösung vom Elternhaus und Identitätsfindung angesehen werden. Das Austesten von Grenzen und eine größere Bereitschaft zu riskanten oder auch sozial abweichendem Verhalten ist eng damit verbunden. Dazu gehört auch die Gefahr, zu Suchtmitteln zu greifen.
Im Rahmen der Suchtprävention am Sonderpädagogischen Förderzentrum Amberg  lud Dipl. Sozialpädagogin Stefanie Gebhard (Jugendsozialarbeit an Schulen) Kriminalhauptkommissar Wolfgang Sennfelder von der Kripo Amberg ein.
Am 28.02.2019 fand eine Informationsveranstaltung für Klassen der Ober- und Mittelstufe statt. Kriminalhauptkommissar Sennfelder referierte vor allem über illegale Drogen (z.B. Cannabis, Crystal, Heroin, Speed und KO-Tropfen), deren Wirkung, die bei Konsum damit verbundenen Gefahren und die strafrechtlichen Konsequenzen.
Abschließend ging Herr KHK Sennfelder auf Suchtberatungsstellen und hilfreiche Internetseiten ein. Das Interesse seitens der Schüler war groß und viele Fragen konnten geklärt werden.